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Knapp eine Milliarde Überstunden

Arbeitnehmer in Deutschland haben in der ersten sechs Monaten in 2019 rund eine Milliarde Überstunden geleistet. Mehr als die Hälfte davon waren unbezahlt. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Samstag berichtete.

Im ersten Halbjahr wurden 962 Millionen Überstunden registriert, 490 Millionen davon unbezahlt, wie es in der Antwort des Bundesministeriums heißt. Das Ministerium beruft sich dabei auf Daten des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, das Betriebe und Beschäftigte aus der Privatwirtschaft befragt.

Neue Abteilung gegen Cyber-Kriminalität

Im Netz treiben auch jede Menge finstere Gestalten ihr Unwesen. Um entschiedener dagegen vorzugehen, plant das Bundeskriminalamt ab April 2020 eine neue, eigenständige Abteilung gegen Cyber-Kriminalität.

BKA-Vizepräsident Peter Henzler kündigt dazu jetzt an, die Abteilung werde “mit erheblichen personellen Mitteln” ausgestattet. Damit reagiert die Behörde auch auf einen Anstieg der “Cybercrime im engeren Sinne” im Jahr 2018 um 1,3 Prozent bei gleichzeitigem Rückgang der Aufklärungsquote von 1,4 Prozent.

Ralf Loweg

Kein Witz: Nach dem Duschen Füße föhnen

Restfeuchtigkeit nach dem Duschen oder Baden kommt Fußpilz entgegen. Was also tun? Vor allem sollte man die Zehenzwischenräume immer gut abtrocknen.

Dr. Thyra Bandholz, Hautärztin in Kiel und Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Dermatologen, empfiehlt im Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau”, die Füße mit moderater Temperatur zu föhnen. “Das legt sie richtig trocken und hilft gut gegen feuchte Kammern zwischen den Zehen.” Das gilt allerdings nicht für Menschen mit diabetesbedingten Nervenschäden, weil bei ihnen Verbrennungen drohen.

Trägt man in der kalten Jahreszeit gefütterte Stiefel oder dicke Socken, entsteht in den Schuhen mitunter ebenfalls feuchte Wärme, die Pilze mögen. “Sie fühlen sich in diesem Milieu besonders wohl, finden hier ideale Wachstumsbedingungen”, sagt Bandholz.

Feuchtigkeit und Schweiß lassen die Haut aufquellen, das begünstigt eine Ansteckung. Die Dermatologin rät, die Füße mit alkoholischen Desinfektions-Sprays zu behandeln. Bei Schweißfüßen helfen Deos und luftiges Schuhwerk sowie absorbierende Einlagen. Wer sowieso zu Fußpilz neigt, verwendet am besten vorbeugend pilzhemmende Sprays.

Häufige Ansteckungsorte sind Hallenbäder und Saunen, wo viele Menschen barfuß über feuchte Böden gehen. Doch auch im Teppich eines Hotelzimmers können die Sporen überleben. Wichtigster Tipp zum Schutz vor einer Infektion: Badeschlappen oder Hausschuhe tragen.

Ralf Loweg

Industrie investiert kräftig

Im Jahr 2018 haben die deutschen Industrieunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten 68,4 Milliarden Euro in Sachanlagen investiert. Zu den Sachanlagen zählen beispielsweise Maschinen, Werkzeuge oder bebaute Grundstücke. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg das Investitionsvolumen gegenüber dem Jahr 2017 um rund 4,7 Milliarden Euro oder 7,5 Prozent.

Auf die vier größten Branchen – Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, Maschinenbau, Herstellung von chemischen Erzeugnissen sowie Herstellung von Metallerzeugnissen – entfiel mit einem Investitionsvolumen von 35,1 Milliarden Euro mehr als die Hälfte der gesamten Investitionen der deutschen Industrie im Jahr 2018.

Erhöht hat sich das Investitionsvolumen gegenüber 2017 insbesondere bei den Unternehmen, die in der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen (+23,8 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro) tätig sind. Einen deutlichen Anstieg gab es auch in den Wirtschaftszweigen Maschinenbau (+12,4 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro) und Herstellung von Metallerzeugnissen (+8,2 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro).

Die Investitionen in Sachanlagen gingen gegenüber 2017 dagegen bei den Unternehmen im Wirtschaftszweig Herstellung von chemischen Erzeugnissen (-3,7 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro) zurück.

Ralf Loweg

Dietmar Allgaier wird der neue Landrat des Landkreises Ludwigsburg

LUDWIGSBURG. Der neue Landrat des Landkreises Ludwigsburg heißt Dietmar Allgaier. Der Kreistag hat in seiner Sitzung am Freitag (15. November) den 53-Jährigen im dritten Wahlgang mit 77 von insgesamt 103 Stimmen auf acht Jahre gewählt.

Dietmar Allgaier war bisher Erster Bürgermeister der Stadt Kornwestheim. Er tritt sein neues Amt im Januar 2020 an. Landrat Dr. Rainer Haas hatte nach drei Amtszeiten auf eine weitere Kandidatur verzichtet.

Christoph Erdmenger von den Grünen hatte bereits nach dem ersten Wahlgang seine Kandidatur zurückgezogen. Der Kandidat der Freien Wähler, Gerd Maisch, ließ nach dem zweiten Wahlgang seinen Namen von der Bewerberliste streichen, so dass zum dritten Wahlgang nur noch die beiden Bewerber Dietmar Allgaier (CDU) und der Parteilose Heiner Pfrommer zur Wahl standen.

Am Ende lautete das Ergebnis: 77Stimmen für Allgaier und 26Stimmen für Pfrommer.

Ergebnis der Landratswahl vom 15.11.2019

1. Wahlgang
2. Wahlgang
3. Wahlgang
Dietmar Allgaier
46 Stimmen / 44,7% 46 Stimmen / 44,7% 77 Stimmen / 74,8%
Christoph Erdmenger
20 Stimmen / 19,4% zurückgezogen zurückgezogen
Gerd Maisch
30 Stimmen / 29,1% 31 Stimmen / 30,1% zurückgezogen
Heiner Pfrommer
7 Stimmen / 6,8% 26 Stimmen / 25,2% 26 Stimmen / 25,2%

Good News: Ludwigsburger Schlossfestspiele werden vom Bund gefördert

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat gestern abschließend über den Haushalt 2020 beraten – mit guten Nachrichten für die Ludwigsburger Schlossfestspiele. Der Bund wird die Festspiele mit einmalig drei Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt fördern.

Steffen Bilger (CDU), Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Ludwigsburg: „Es freut mich, dass der Haushaltsausschuss die Bedeutung der Ludwigsburger Schlossfestspiele für die deutsche Kulturlandschaft anerkennt. In vielen Gesprächen konnte ich Lobbyarbeit für die Ludwigsburger Schlossfestspiele leisten – mit positivem Ausgang. Durch die Bundesförderung besteht die Möglichkeit, die überregionale Sichtbarkeit der Ludwigsburger Schlossfestspiele zu stärken. Ludwigsburg ist auch in Berlin bekannt als Stadt der Nachhaltigkeit. Das von Intendant Jochen Sandig
erarbeitete Konzept, das den Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit legt, überzeugte mit diesem Ansatz. Ludwigsburg, Baden-Württemberg und ganz Deutschland können sich in den kommenden Jahren auf ein vielfältiges Festivalprogramm freuen.

Über die freudige Nachricht habe ich umgehend Intendant Jochen Sandig, Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht, und den Kuratoriumsvorsitzenden Albrecht Kruse unterrichtet.“ Die Mittel stammen aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Gefördert werden herausragende Kultureinrichtungen und –projekte im gesamten Bundesgebiet.

Die Ludwigsburger Schlossfestspiele (Internationale Festspiele Baden-Württemberg) finden im nächsten Jahr vom 7. Mai bis 28. Juni statt. Mit ihrer fast 90-jährigen Geschichte gehören sie zu den traditionsreichsten Festivals der Bundesrepublik Deutschland. Unter der neu berufenen künstlerischen Leitung werden die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, die Sustainable Development Goals (SDGs), die Festspiele in den kommenden Jahren thematisch prägen.

Immer mehr Menschen ohne Wohnung

Erschreckende Zahlen: 2018 waren in Deutschland rund 678.000 Menschen wohnungslos. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Schätzung. Besonders junge Erwachsene und Alleinerziehende sind betroffen. Ein Jahr zuvor lag die Zahl noch bei 650.000 Menschen.

Ganz schlimm: Darunter sind etwa 41.000 Menschen, die ohne jegliche Unterkunft auf der Straße leben. Die neue Schätzung veröffentlichte jetzt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) anlässlich ihrer Bundestagung.

Rund 17 Prozent oder 40.000 Wohnungslose seien EU-Bürger, heißt es weiter. Viele dieser Menschen lebten ohne jede Unterkunft auf der Straße. Vor allem in den Metropolen betrage ihr Anteil bis zu 50 Prozent der Obdachlosen.

Ralf Loweg

Musik-Legende Lionel Richie kommt nach Ludwigsburg

Ludwigsburg: Zehn Jahre KSK music open verlangen nach einem echten internationalen Top-Act: Lionel Richie wird am 4. August 2020 in ehrwürdiger Kulisse des Residenzschlosses eines seiner wenigen Deutschland-Konzerte im Rahmen der „Hello Tour 2020“ spielen.

Seine Karriere sucht ihresgleichen: Neun Jahre in Folge auf Platz Eins, über 100 Millionen verkaufte Alben weltweit, unzählige Preise wie ein Oscar, ein Golden Globe und vier Grammy-Awards schmücken seine Regale. Hinzu kommen viele weitere Auszeichnungen, die ihn zu einem der erfolgreichsten Popkünstler unserer Zeit machen. Den Karriere-Grundstein legte sein Beitritt bei „The Commodores“, bei denen er nicht nur seine Talente für das Singen, sondern auch für das Songschreiben entdeckte. So entstanden mit „Easy“ und „Three Times A Lady“ einige der größten Hits der Band. Doch sein Können blieb nicht lange unbemerkt und die ersten Projekte für andere Künstler folgten. „Endless Love“, gemeinsam mit Diana Ross, eröffnete 1981 seinen steilen Einstieg als Solokünstler. Es folgten Hits wie „Hello“ und „All Night Long“, die bis heute international bekannt und geliebt sind. Mit „We Are The World“, gemeinsam mit Michael Jackson, lieferte er zudem eine der bedeutendsten Singles aller Zeiten. Auch heute füllt er noch immer die großen Arenen, wie zuletzt auf seiner „All the Hits, All Night Long Tour“ und nimmt seine Fans mit seinem neuen Album „Hello From Las Vegas“ mit auf eine musikalische Reise. So wird er am 04.08.2020 auch in Ludwigsburg seine bekanntesten Songs präsentieren und das Publikum damit auch nach über 50 Jahren im Showgeschäft noch begeistern.

Tickets für Lionel Richie sind ab dem 14.11.19 um 10:00 Uhr im Pre-Sale bei CTS Eventim erhältlich. Ab dem 18.11.19 dann auch bei Easy Ticket, Reservix und unter ticket.eventstifter.de.

Im Netz auf Verbrecherjagd

Mehr Sicherheit oder Angst vor Datenmissbrauch: Über das neueste Vorhaben der EU-Kommission gehen die Meinung auseinander. Das Gremium will Sicherheitsbehörden den Zugriff auf Cloud-Daten in allen Mitgliedsstaaten ermöglichen.

Klar ist auch: Wenn Straftaten sich immer mehr im Dschungel des Internets abspielen oder dort geplant werden, dann brauchen Behörden schnellen, unbürokratischen Zugriff auf Daten. Deshalb wirbt die EU-Kommission derzeit auf ihrer Webseite für die sogenannte “E-Evidence”-Verordnung. Strafverfolger sollen direkt bei Dienstanbietern in anderen Mitgliedsstaaten anklopfen dürfen, etwa bei Facebooks Europasitz in Irland, aber auch bei Mobilfunk-Providern oder kleinen Server-Hosts.

Anbieter sollen innerhalb von zehn Tagen, im Notfall sogar innerhalb von sechs Stunden, die geforderten Daten herausgeben: Namen, IP-Adressen, Inhalte. Andernfalls drohen hohe Strafen. Allein der Verdacht auf eine Straftat soll genügen: Staatliche Kontrolle ist nicht vorgesehen. Es soll auch keine Rolle spielen, ob die Tat, wegen der ermittelt wird, in dem Land, in dem der Provider sitzt, strafbar ist oder nicht. Mehr Sicherheit hat halt ihren Preis.

Ralf Loweg

Den bösen Viren auf der Spur

Ob Influenza, Magen-Darm-Grippe oder Erkältung – kaum jemand kommt ohne sie durch den Winter. Egal, welcher Infekt uns trifft, lange leiden möchte niemand. Den Körper unnötig mit starken Medikamenten belasten, ist aber auch nicht im Sinne der meisten Erkrankten.

Während bei Infekten wie einer Lungen- oder Mandelentzündung, die durch Bakterien verursacht werden, ein Antibiotikum notwendig ist, sollten Atemwegsinfekte, Sinusitiden oder Bronchitiden ohne die Einnahme von Antibiotika behandelt werden. Denn diese werden in mehr als 90 Prozent der Fälle durch Viren ausgelöst. Gegen Viren aber helfen Antibiotika nicht.

Die klimatischen Bedingungen im Herbst und Winter spielen den Erkältungserregern natürlich in die Karten und erhöhen das Ansteckungsrisiko. In schlecht gelüfteten, überheizten Räumen können sich die Erreger schnell vermehren und beim Niesen oder Husten von einem zum nächsten übertragen werden.

Vor allem im öffentlichen Nahverkehr oder Großraumbüros besteht eine hohe Infektionsgefahr, denn Viren überleben auch auf Haltestangen in Bus und Bahn, Telefonhörern oder Türklinken oft tagelang und können über die Hände in die Atemwege gelangen.

Wer einen Atemwegsinfekt verschleppt, riskiert einen komplizierten oder gar chronischen Verlauf wie eine Entzündung der Nebenhöhlen (Sinusitis) oder Bronchien (Bronchitis). Um das zu verhindern, sollte der festsitzende Schleim so schnell wie möglich gelöst werden.

Ralf Loweg

 

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