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Die E-Mobilität kommt langsam, aber stetig

m Vergleich zu den Verbrennern sind die Zahlen immer noch nicht berauschend. Aber die Tendenz ist vielversprechend: “Die Neuzulassungen von Elektro-Pkw erreichten im März mit 19.775 Fahrzeugen trotz der Coronakrise einen neuen Höchstwert”, meldet der Verband der Automobilindustrie (VDA). Die Zahl markiert einen Zuwachs von 104 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Beflügelt wurde die Entwicklung durch die Klarheit über den aufgestockten Umweltbonus. Der erreichte mit 12.365 Anträgen (+119 Prozent) im März ebenfalls eine neue Rekordzahl.

Der Anteil von Elektro-Pkw an allen Pkw-Neuzulassungen stieg laut VDA im März auf 9,2 Prozent. Damit werde inzwischen bereits jeder elfte neu zugelassene Pkw in Deutschland elektrisch angetrieben. Für Tempo sorgen vor allem die Plug-in-Hybride. Deren Absatz stieg auf 9.426 Einheiten, das ist mehr als das Dreifache. Batterieelektrische Fahrzeuge legten um 56 Prozent auf 10.329 Einheiten zu. Doch die positive Entwicklung wird vermutlich in den nächsten Monaten durch die Auswirkungen des Corona-Virus eingebremst.

Firmenwagen erreichten im März bei den Elektro-Neuzulassungen einen Anteil von 53 Prozent. VDA-Präsidentin Hildegard Müller: “Die im vergangenen Jahr auf den Weg gebrachte neue Steuerregelung gibt Flottenbetreibern Planungssicherheit und trägt maßgeblich zum Durchbruch der Elektromobilität im Flottengeschäft bei. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu emissionsfreier Mobilität.” Auch die privaten Halter, die in den ersten beiden Monaten noch etwas zögerlich agierten, sind im März mit 31 Prozent Anteil im Aufwind.

Rudolf Huber

14-jähriges Mädchen stirbt nach Messerattacke – 27-Jähriger festgenommen

Nach einem Angriff auf zwei Mädchen in der Gemeinde Illerkirchberg im baden-württembergischen Alb-Donau-Kreis ist eine 14-Jährige Deutsche mit türkischen Migrationshintergund ihren Verletzungen erlegen. Das teilte das Polizeipräsidium Ulm mit. Ein 27-jähriger Tatverdächtiger soll zuvor die Kinder am Montagmorgen auf dem Weg zur Schule mit einem Messer angegriffen haben.

Was war genau passiert?

Gegen 7.30 Uhr hatten Zeugen der Polizei gemeldet, dass in Oberkirchberg zwei Mädchen angegriffen und verletzt worden seien. Der alarmierte Rettungsdienst kümmerte sich sofort um die 13 und 14 Jahre alten Mädchen und brachte sie in Kliniken. Dort verstarb die 14-Jährige im Laufe des Tages. Die noch laufende Obduktion soll nähere Hinweise auf die genaue Todesursache geben.

Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf. Sie erfuhr, dass der Angreifer aus einer benachbarten Asylbewerberunterkunft gekommen und nach der Tat dorthin wieder geflüchtet sei. Als die Polizei diese mit Spezialkräften durchsuchte, traf sie dort auf drei Bewohner, alle Asylbewerber aus Eritrea. Zwei nahm sie mit zur Dienststelle. Der Dritte war verletzt und musste in ärztliche Behandlung.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler wurden die Mädchen vermutlich mit einem Messer angegriffen. Die Mädchen waren zu dieser Zeit auf dem Weg zur Schule. Die 14-Jährige musste nach dem Angriff noch am Tatort wiederbelebt werden, bevor sie in die Klinik gebracht wurde, wo sie trotz aller ärztlichen Bemühungen verstarb. Auch die 13-Jährige, ebenfalls eine deutsche Staatsangehörige, musste schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt in einer Klinik behandelt werden.

Der 27-Jährige, der verletzt in der Unterkunft angetroffen wurde, steht im Verdacht, die Mädchen angegriffen zu haben. Bei ihm fand die Polizei auch ein Messer, welches als Tatwaffe in Betracht kommt. Der Verdächtige befindet sich aktuell unter polizeilicher Bewachung in einem Krankenhaus.

Jetzt ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei, weshalb es zum Angriff auf die beiden Mädchen kam und ob der Tatverdächtige und die beiden Mädchen sich vorher kannten.

Die Polizei betont, dass sie sich bewusst ist, dass Ereignisse dieser Art Ängste und Emotionen schüren. Sie bittet daher darum, keinen Generalverdacht gegen Fremde, Schutzsuchende oder Asylbewerber allgemein zu hegen oder solchem Verdacht Vorschub oder Unterstützung zu leisten.

red